Behandlung schmerzhafter Muskelknoten, die Beschwerden oft an ganz anderer Stelle auslösen – etwa Kopfschmerz aus dem Nacken oder Armschmerz aus der Schulter.
Durch Überlastung, Fehlhaltung oder eine plötzliche Überdehnung entstehen in einem Muskel Zonen, die sich dauerhaft nicht mehr entspannen. In diesen Bereichen ist die Durchblutung reduziert und damit auch die Sauerstoffversorgung. Es entsteht ein Teufelskreis: Der sauerstoffarme Bereich verspannt sich weiter, was die Durchblutung zusätzlich drosselt. Diese Zonen nennt man Triggerpunkte.
Ihr charakteristisches Merkmal ist der übertragene Schmerz. Ein Triggerpunkt im Trapezmuskel kann Kopfschmerzen an der Schläfe auslösen, einer im Gesässmuskel Beschwerden bis ins Bein, die einem Ischiasschmerz täuschend ähnlich sehen. Deshalb wird ein Triggerpunkt oft übersehen: Man sucht die Ursache dort, wo der Schmerz ankommt – nicht dort, wo er entsteht.
Typische Beschwerden durch Triggerpunkte
- Spannungskopfschmerz mit Ursprung in der Nacken- und Schultermuskulatur
- Schulter-Arm-Schmerzen ohne Befund im Schultergelenk
- Ausstrahlende Beinschmerzen, die wie ein Ischias wirken
- Chronische Rückenschmerzen ohne eindeutigen Bildbefund
- Kieferschmerzen und eingeschränkte Mundöffnung
- Wiederkehrende Beschwerden trotz vorheriger Behandlungen
- Muskelschmerzen nach längerer Bildschirmarbeit oder einseitiger Belastung
So gehen wir vor
Lokalisieren
Wir tasten die betroffene Muskulatur systematisch ab. Ein aktiver Triggerpunkt reagiert auf Druck mit genau dem Schmerz, den Sie kennen – dieses Wiedererkennen ist das entscheidende Zeichen.
Lösen
Mit anhaltendem, dosiertem Druck, Dehntechniken und Faszienarbeit wird der Verspannungskomplex aufgelöst und die Durchblutung wieder in Gang gebracht.
Dehnen
Nach dem Lösen wird der Muskel in seine volle Länge gebracht, damit sich der Punkt nicht direkt wieder aufbaut.
Ursache abstellen
Ein Triggerpunkt kommt zurück, solange die auslösende Belastung bleibt. Wir schauen deshalb auf Arbeitsplatz, Bewegungsmuster und muskuläre Schwachstellen.
Kombination mit Dry Needling
Hartnäckige oder sehr tief liegende Triggerpunkte lassen sich mit den Händen manchmal nicht ausreichend erreichen. In diesen Fällen ist Dry Needling die wirksamere Variante: Eine sterile Akupunkturnadel wird direkt in den Triggerpunkt gesetzt und löst dort eine kurze Zuckungsreaktion aus, die den Verspannungskomplex unterbricht. Wir kombinieren beide Verfahren je nach Befund.
Häufige Fragen
Warum tut die Behandlung während des Drucks weh?
Der Druck auf einen aktiven Triggerpunkt löst genau den bekannten Schmerz aus – das ist gewollt und bestätigt, dass wir am richtigen Punkt sind. Der Schmerz lässt während der Behandlung nach; danach ist ein Muskelkatergefühl für ein bis zwei Tage normal.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Bei einem klar umgrenzten Problem reichen oft drei bis fünf Behandlungen. Bestehen die Beschwerden seit Jahren oder sind mehrere Muskelgruppen betroffen, dauert es länger.
Kann ich Triggerpunkte selbst behandeln?
Teilweise ja. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einem Faszienball oder den Händen an gut erreichbaren Punkten selbst arbeiten. Tief liegende Punkte und solche in der Nähe empfindlicher Strukturen gehören in fachkundige Hände.
Ist das dasselbe wie eine klassische Massage?
Nein. Eine Massage arbeitet flächig und entspannend, die Triggerpunkt-Therapie punktgenau und gezielt auf eine identifizierte Schmerzursache hin.
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Montag bis Freitag, 07:30 – 19:00 Uhr · Rheinstrasse 23, 8500 Frauenfeld
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